Cigars of the week: Perdomo Factory Tour Blend Maduro | Robusto


Perdomo? Da gab es doch vor Kurzem erst eine Vorstellung, oder? Völlig richtig. Keine Angst, nach Alec Bradley habe ich mir jetzt nicht vorgenommen, mich durch die Zigarren dieses Herstellers zu probieren - außerdem habe ich das ja auch noch mit Gurkha vor.

Es ist nur so: Vor einigen Wochen habe ich an einem Perdomo-Tasting teilgenommen und fand beide dort verköstigten Zigarren gut genug, um sie zeitnah auch hier in den Blog zu nehmen. Und da Sommer ist und ich dann noch einmal mehr Zigarren rauche als zu anderen Jahreszeiten, stand diese Robusto jetzt eben auf meinem Zettel.

Kerndaten

Hersteller: Perdomo
Herstellungsart: Totalmente a mano 
Format: Robusto 
Einlage:  Nicaragua
Rauchdauer: 60 Min
Preis: 8,20 € / Stk  (Stand Juni 2017) 


Grundlegendes

Dies war die zweite Zigarre, die vor einigen Wochen auf dem Tasting in der besten Lounge der Welt angeboten wurde. Von beiden verköstigten Zigarren für mich klar das Highlight, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich es generell etwas kräftiger mag. Bekanntlich hat die BBA mir schon gut gefallen - die Frage, was diese Zigarre hier jetzt also zu einer besseren macht, ist berechtigt. Und ich möchte es mit einem Bild beantworten: 

Die linke Zigarre ist übrigens meine... 

Die Factory Tour ist die erste Zigarre, bei der es mir gelungen ist, einen so vollständigen Aschekegel über die gesamte Rauchdauer zu halten. Zugegeben: Das Ziehen wurde spätestens ab dem zweiten Drittel abenteuerlich, aber es hat funktioniert.  

Praxistest

Über die Verarbeitung dieser Zigarre weiß ich nichts Schlechtes zu berichten. Perdomo versteht eben sein Handwerk und hat hier wieder liefern können. der große Zigarrenring mag zu Beginn etwas abschreckend wirken, darunter befindet sich aber eine echte Schönheit. Das Deckblatt ist dunkel und kräftig, feinstrukturiert und makellos. 

Kaltgeruch und Trockenzug: Mir stachen drei Aromen besonders in die Nase: Kaffee und Toast mit einer bemerkenswerten Süße. Der Trockenzug bestätigte dies, schon jetzt kündigte sich eine gewisse Cremigkeit an. Im Zugwiderstand bekam ich das, was ich erwartete. 

Jet-Flame ausgepackt und los. Die Robusto nahm die Flammen gut auf und bestach gleich auch mit ordentlichem Rauch. Dabei handelt es sich bei dieser Zigarre nicht um eine Nebelmaschine, keinesfalls aber auch um ein Leichtgewicht. Die Aromen harmonierten von Beginn an, der Rauch entwickelte die im Vorfeld erwartete Cremigkeit. Ab der zweiten Hälfte gesellte sich etwas Pfeffer unter die Aromen, dies war aber nur ein kurzes Aufflackern und schnell wieder verschwunden. Im Grunde hätte man diese Zigarre bis zu den Fingerspitzen rauchen können.  

Ein Nachfeuern war zu keinem Zeitpunkt nötig, der Abbrand war angenehm geradlinig und franste erst gegen Ende etwas aus. Was die Aschebildung angeht, so sagt ein Bild mehr als tausend Worte, denke ich. Ich war begeistert! 

Fazit

Mir hat diese Zigarre gut gefallen, für den Preis bekommt man ein schöne Stück. Wahrscheinlich werden wieder ein oder zwei in meinen Humidor wandern. Verglichen mit der oben erwähnten BBA hat mir diese Zigarre auch deshalb besser gefallen, weil ich das Gefühl hatte, mehr zu bekommen. Abgesehen davon, gibt es auch einen merklichen preislichen Unterschied zwischen beiden Zigarren, weswegen diese Robusto für mich das Rennen macht. 


Wertung: 8/10 

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