Writing: LBM 2018 - Ein Nachbericht


Und da ist sie auch schon wieder vorbei.

Kaum zu glauben, aber die LBM 2018 ist Geschichte. Und ich kann jetzt schon schwören, dass sich diese Messe aus mehreren Gründen tief in mein Gedächtnis eingebrannt hat.

Ich war das zweite Mal überhaupt in Leipzig und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie überaus geflashed ich im letzten Jahr von allem war. Völlig verständlich, denn damals waren die Buchmessen absolutes Neuland. In 2018 war meine Aufregung dann geringer, die Messe aber noch einmal um einiges geiler, was wohl damit zutun hat, dass ich einfach bewusster wahrgenommen habe.

Es waren drei Tage voller Eindrücke, großartiger Gespräche und toller Menschen. Ich habe mich gefreut, viele alte Bekannte wiederzusehen oder neue Leute kennen lernen zu dürfen - ganz egal ob Autor, Blogger oder Leser. Ich habe jeden Moment sehr genossen.

Denn im Grunde ist es doch so: Messen, egal welcher Größe, können manchmal schon ziemlich anstregend sein. Ich beobachte jedoch bei mir, dass sie zu echten Kraftgebern werden.Diese wenigen Tage im Jahr empfinde ich als ziemlich wertvoll, zumindest in emotionaler Hinsicht. Dass ich körperlich mitgenommen bin nach einer solchen Veranstaltung, das ist ja kein Wunder.

Was ich eher weniger genossen habe (mich davon aber auch nicht aus der Ruhe habe bringen lassen) war das Wetter. Spätestens jetzt sollte ja jeder Interessierte wissen (und genügend Beweisbilder gesehen haben), dass Leipzig in diesem Jahr eingeschneit war. Und das meine ich sprichwörtlich. Nichte diese drei Zentimeter, die wir hier im Ruhrpott kennen und bei denen wir völlig hysterisch werden, sondern mindestens 15 Zentimeter Schnee (und ab Sonntag auch ein paar Zentimeter Eis). Das alles wäre gar nicht so schlimm gewesen, wenn es einen Räumdienst - oder zumindest den ernstlichen Versuch gegeben hätte. Absolute Fehlanzeige. Am Freitag war es auf den Straßen ziemlich kriminell, Samstag ging es dann zumindest außerhalb von Leipzig. Die Bahnen waren ab Samstagmorgen in weiten teilen befahrbar, ab Sonntag dann wirklich vorbildlich geräumt. Was ich mich wirklich Frage, ist, ob niemand der Verantwortlichen in Leipzig dazu in der Lage ist, den Wetterbericht zu lesen und zu verstehen. Mein Eindruck ist, dass man überhaupt nicht auf das angekündigte Chaos vorbereitet war. Vielleicht bin ich aus dem Ruhrpott auch einfach nur eine andere Strategie gewohnt, warum aber Räumfahrzeuge des Nachts unterwegs sind und nicht räumen, das muss mir jemand ernstlich erklären... 

Was kann ich sonst noch sagen? Wie immer gab es zur LBM auch ein bisschen was Neues von mir. Einerseits freue ich mich, verkünden zu können, dass Hunter als Print erschienen ist und in der nächsten Zeit auch verfügbar sein dürfte. Andererseits war Leipzig für mich der Startschuss für Dynastie. Mit Königsretter geht Band 1 eines absoluten Herzensprojekts ins Rennen, welches mich nun schon lange Zeit in mir arbeitete. Ich verspreche, dass hier noch Großes passieren wird und freue mich darüber, dass das Buch bisher so gut ankommt.

Kurzum: Das war Leipzig. Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei. Dann aber mit besserem Wetter.

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