Cigars of the week: Skelton | Corona


Unter dem Leitspruch "Live your dreams" ist seit kurzem die Skelton - oder Skel Ton, wenn man es genau nehmen will, am Markt. Eine Zigarre, die mir auf ihrem Weg zur Marktreife schon vor geraumer Zeit aufgefallen war, witzigerweise über instagram.

Wie bei jeder guten Zigarre gibt es auch hinter dieser Marke eine Geschichte und ich finde, sie ist erzählenswert. Ob die Zigarre auch rauchbar ist, wird sich zeigen.


Kerndaten

Hersteller: Skelton
Herstellungsart: Totalmente a mano 
Format: Corona
Einlage:  Nicaragua
Rauchdauer: 50 Min
Preis: 6,70 € / Stk  (Stand August 2017) 

Grundlegendes

Aktuell ist es doch so: Tag für Tag werden neue Zigarren auf den Markt geworfen und selbst, wenn man ein einigermaßen ambitionierter Aficionado ist, ist es nicht einfach, mit dieser Flut Schritt halten zu können. Daraus folgt, dass eine Zigarre aus der Masse hervorstechen muss und das bestenfalls schon lange vor ihrer Markteinführung. Die Leute müssen darüber sprechen, bevor es sie überhaupt gibt. 

Und genau so war es bei der Skelton. Das allein hat aber noch nicht dazu beigetragen, dass mir die Zigarre ins Auge stach. Denn gutes Marketing ist kein Teufelswerk, das beherrschen mittlerweile genug Leute in der Branche. Vielmehr war es der Umstand, dass sich ein Deutscher hier seinen Traum verwirklicht hat (womit dann auch klar sein dürfte, woher das Credo der Zigarren stammt): Tonio Neugebauer . Aus dem Vertrieb kommend hat er sich einen Traum erfüllt mit dem Fernziel, seine Zigarre dauerhaft zu platzieren. Und spätestens als ich recherchierte und mir klar war, dass es sich um eine Zigarre mit einem Nicaragua-Blend handelt, war sicher, dass ich zuschlagen musste, sobald die guten Stücke verfügbar waren. 

Die Skelton kommt (aktuell?) in drei bekannten Formaten daher: Corona, Robusto und Toro, mit einer Preisspanne von knapp unter sieben bis zu knapp über sieben Euro. 

Praxistest 

Wie immer möchte ich mit Optik und Haptik beginnen. Auf den ersten Blick fällt nicht nur das dunkle Deckblatt und die gute handwerkliche Verarbeitung auf, es ist vor allem der Zigarrenring, der die Skelton zu einem Hingucker macht. Ich würde einmal behaupten, dass jemand hier seine Hausaufgaben gemacht hat. Das Design ist ansprechend und zeigt - wenig verwunderlich - das namensgebende Skelet. Ein Hingucker, der mir vom ersten Moment angefallen hat und der die Zigarre hervorstechen lässt. Der Ring ist zweigeteilt, ein zweiter mit dem o.g. Credo findet sich am Fuß der Zigarre. Alle drei Formate liegen gut in der Hand, am besten hat mir jedoch die hier getestete Corona gefallen.

Lassen wir die Aromen auf uns wirken. Zuerst der Kaltgeruch. Schon nach dem ersten Schnuppern war mir klar, das Tonio und ich wohl eine annähernd gleiche Vorstellung davon haben, wie eine Zigarre riechen muss, die aus Nicaragua stammt. Ich hatte angenehm kräftig würzige Noten in der Nase, gemischt mit Erde, Röstaromen und leichten Kaffeenoten. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, die guten Stücke anzuschneiden (ich bilde mir ein, dass sich der Geschmack gegenüber dem Bohren dabei verändert) und so erging es dann auch der Corona. Zeit für den Trockenzug. Die ersten Eindrücke verstärkten sich und hoben die Vorfreude an.

Insofern: Jetflame heraus und an die Corona gehalten. Die Skelton nahm die Flammen wunderbar auf, der erste Rauch hatte nicht nur eine ganz bestimmte, für mich angenehme Wucht mit einigen pfeffrigen Noten, er hatte auch das richtige Volumen. Der Skelton ist - verglichen mit Zigarren aus dem Hause Gurkha - keine Nebelkerze, aber das muss sie auch nicht sein, den sie kann auf ganz anderen Fronten punkten. Wer jedenfalls eine leichte Zigarre erwartet und vorher alle anderen Anzeichen in den Wind geschlagen hat, der wird ab diesem Moment eines Besseren belehrt. Die Skelton ist keinesfalls unangenehm, aber sie hat Wucht, behält dabei aber die notwendige Eleganz und kommt nicht wie eine Brechstange daher (wie etwa andere Zigarren der letzten Zeit es gerne einmal taten). Noch innerhalb des ersten Drittels legt sich die Schärfe und das gute Stück beginnt richtig zu arbeiten. Dominante Röstaromen, gemischt mit Erde und Kaffee, hin und wieder ein wenig an Schokolade erinnernde Süße. Ab dem dritten Drittel steigt die Bitterkeit der Skelton merklich an, dir Corona ließ sich aber wunderbare degasieren und blieb für mich dabei ein Leckerbissen.

Der Abbrand war kreisförmig, einige Schönheitskorrekturen waren im zweiten Drittel nötig, das letzte Dritteln hingegen blieb stabil. Die Asche war einigermaßen fest und formstark genug, um einen veritablen Kegel zu bilden. Ein Nachfeuern war nicht nötig.

Fazit

"Live your dreams"? Ganz eindeutig, dass ist hier passiert. Und aus eigener Erfahrung - wenn auch nicht bei Zigarren - muss ich sagen, dass ich den höchsten Respekt vor Menschen habe, die bereit sind, ihren Träumen nachzujagen. Hinzu kommt, dass hier wirklich eine tolle Zigarre nach meinem Geschmack entstanden ist. Sie ist ihr Geld in jedem Fall wert. Ich habe Gefallen an der Corona gefunden, so sehr, dass ich natürlich hoffe, dass den Zigarren der notwendige Erfolg beschieden sein wird, um lange auf dem Markt bestehen zu können. 

Ob ich mir die Zigarre wieder in den Humidor legen würde? Das habe ich längst getan. Und gerne kann sie dort auch einen Stammplatz bekommen. Um sie täglich zu rauchen, ist die Corona den meisten Aficionados wahrscheinlich zu wuchtig, aber Zigarren soll man ja auch genießen. Die Skelton jedenfalls erinnert mich an ein gute Schokolade: Hin und wieder gönnt man sich ein Stückchen und ist voller Glücksgefühle. 

Wertung: 9/10

          

Kommentare

  1. Jetzt muss ich es doch mal aussprechen (schreiben). Sie sind Autor, schreiben also beruflich. Man sollte also davon ausgehen können das Sie dieses Handwerk auch beherrschen. Daher ist es mir ein Rätsel wie Sie es immer wieder in so ziemlich jedem Artikel schaffen so unglaublich viele Rechtschreibfehler zu machen. Einzelne Buchstaben Dreher sind ja das eine. Kann passieren. Aber dazu noch ständige Groß und Kleinschreibungsfehler, Leerzeichen vorm statt hinterm Komma, etc.
    Dann aber gleichzeitig mit hochgestochenen Fachbegriffen umher werfen.
    BITTE lesen Sie doch endlich mal Korrektur vorm Veröffentlichen. Das sollte doch auch in Ihrem Interesse sein. Sie wollen schließlich mit dem geschriebenen Wort Geld verdienen. Solch fehlerhafte Rechtschreibung wirft da doch ein sehr schlechtes Licht auf Sie

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    1. Guten Morgen.

      Die Antwort ist einfach: Bücher zu schreiben ist eine Profession, über Zigarren zu schreiben ist ein Hobby. Die Artikel hier entstehen "on the fly", meist vom Smartphone oder Tablet, wenn ich neben zwei Jobs die Zeit dazu finde. Ja, es wäre sinnvoller, sie vorher über den Rechner und in Ruhe zu verfassen - dann bekomme ich jedoch vielleicht nur einen in zwei Wochen hin. Daher galt es für mich abzuwägen und ich habe dem Output den Vorzug gegeben.

      Daraus kann man vielleicht - darauf möchten sie unter Umständen hinaus - Rückschlüsse auf die Bücher ziehen. Steht jedem frei, sich darüber seine Meinung zu bilden. Oder es eben anhand der Bücher zu machen und nicht über fachfremde und unlektorierte Zigarrenartikel :)

      Beste Grüße

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