Writing: Vom Testballon und ungeahntem Erfolg


Seit einigen Tagen ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich hier auf den Bildschirm starre und gar nicht richtig begreifen kann, was da gerade passiert. Mercenary, mein aktuellster Roman und der zweite reinrassige Thriller aus meiner Feder (Lincoln County Lockdown zählt aufgrund seiner Genremischung nicht ganz) scheint einzuschlagen, wie ein Bombe.

Nicht nur, dass der Roman im Moment eine Welle erstklassiger Rezis einfährt, er bewegt sich auch in einem relativ konstanten und in meinen Augen starken Ranking bei Amazon. Ich muss gestehen: Damit hatte ich nicht gerechnet.


Für mich war die Geschichte um dem abgebrühten Söldner Carter eigentlich nur ein Testballon, bei dem ich mich wieder einmal am Genre ausprobieren wollte. Zwar habe ich ja bekanntlich Anfang des Jahres mit All about the money vorgelegt, aber irgendwie war ich nicht zufrieden. Dass soll nicht heißen, das #aatm ein schlechtes Buch wäre - doch irgendwas fehlte mir dabei.

Mit Mercenary wollte ich eine andere Art der Geschichte erzählen, aus dem Blickwinkel eines kühlen und nüchternen Profis. Der Roman ist nicht sonderlich seitenstark (er kratzt an der 200er-Marke) und erzählt relativ detailarm von einem Auftrag des Söldners, der als Carter bekannt ist.

Und offensichtlich kommt genau das an. Seit Ende April jedenfalls hält der Roman sich in für mich bemerkenswerten Höhen des Amazon-Rankings. in der Vergangenheit haben einzelne meiner Bücher es zwar auch geschafft, solche (und bessere) Wert zu erreichen, doch das Interesse an ihnen flachte relativ schnell wieder ab. Sprich: Die Zahlen brachen ein. Hier scheint das nicht der Fall.


Und nicht nur beim Riesen schlägt sich der Titel gut, auch im Portfolio des Verlags macht mercenary eine außerordentlich gute Figur. 


Sowas macht natürlich nicht nur stolz sondern auch sehr zufrieden. Aber solche Ergebnisse führen auch zur Frage, ob ich nun vielleicht ein Genre gefunden habe, in dem ich Geschichten produzieren kann, die gern gelesen werden? Vielleicht, das kann ich im Gesamtbild noch nicht absehen, sind dies aber auch die Früchte, die mit dem ambitionierten Plan für 2017 zusammenhängen: 12 Monate - 12 Bücher

Und während ich noch zu verstehen suche, was gerade eigentlich passiert, kann ich eine Frage schon mit Sicherheit beantworten: Ja, es wird weitere Fälle mit Carter geben. ich schätze, wir erleben gerade die Geburt einer Reihe, die so nicht geplant war. Denn eins ist sicher: Wenn Erstleser nach dem Beenden des Romans fordern, dass sie wieder von Carter lesen wollen, dann kann ich nicht nein sagen.    


 

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