Writing: Reading&Cigars Vol. I - Ein Bericht


Heute war es dann so weit: Das Lesungsevent, welches im Februar als eine fixe Idee begann, fand erstmalig statt. Unter dem Titel Reading&Cigars las ich in der Kargl Cigar Lounge in Recklinghausen aus All about the money.

Und was soll ich sagen? Mir hat es gut gefallen. Aber alles Stück für Stück...

Ein bisschen aufgeregt war ich ja schon. Das bin ich immer, wenn es um Lesungen geht - egal ob vor großem oder kleinem Publikum, die Nervosität werde ich wohl nie richtig los. Aber ganz entgegen meines Postings vom Jahresanfang hatte ich mich vor einigen Wochen entschlossen, in 2017 mit mehr Lesungen als bisher aufzurocken - und bot es sich da nicht an meine Leidenschaft mit einer Lesung zu verbinden? Warum ich trotzdem nervös war? Du weißt eben vor einem solchen Event nicht wirklich, was dich erwarten wird. Wirst du Fehler machen? Eignen sich die ausgesuchten Passagen wirklich? Kommen sie an? Und: Wird überhaupt jemand zu deiner Lesung kommen?

All diese Fragen trieben mich um, die Nervosität ebbte aber (wie zu erwarten war) ab, als ich einmal bei den Kargls ankam und mir die erste Zigarre vor der Lesung gönnte. Eine Paradiso, übrigens.Und während ich meine Bücher auspackte und drappierte warf ich immer wieder einen Blick aus dem Fenster und sah den ärgsten Feind einer solchen Veranstaltung. Denn bekanntlich war heute ein Tag mit gutem Wetter und einem sehr sonnigen Nachmittag. Was eigentlich sehr schön ist, ist bei solchen Veranstaltungen natürlich immer etwas problematisch. Denn das Wetter treibt potenzielle Zuhörer eher in Eiscafés und Parks, als in die Lounge.

Vor der Lesung: Die Autorenperspektive
Daher freute ich mich sehr, dass sich letztlich doch acht Zuhörer einfanden - trotz des Wetters und trotz der bereits von mehrere Leuten im Vorfeld angemahnten frühen Startzeit. Nach einem anfänglichen Plausch über das Schreiben und meine Arbeitsweise an sich stürzten wir uns dann in das erste Kapitel von #aatm. Ich las also von Lucas Townsend, dem gebeutelten Protagonisten des Thrillers und erzählte, wie das Leben des armen Kerls in sich zusammenbrach.

Während der Lesung: Die Zuhörerperspektive
Eines muss ich zugeben: Meine Lesepausen muss ich noch einmal besser timen, denn zwischenzeitlich ging mir die Zigarre gleich zwei Mal aus. Das aber war ein Problem, das sich schnell beheben ließ. Wichtig war, dass die versammelten Zuhörer Spaß an dem hatten, was ich ihnen Vortrug - und letztlich geht es doch genau darum. Ich freute mich besonders darüber, dass fast die Hälfte der Zuhörer am Ende so überzeugt von #aatm waren, dass sie eine Exemplar mitnahmen und die Chance für eine Signatur nutzten.

Mitten in der Lesung
Was am Ende bleibt? Die Gewissheit, dass es ganz sicher ein Reading&Cigars II geben wird - vielleicht sogar schon in der nahen Zukunft. Und für alle, die heute wegen des frühen Termins nicht konnten: Das wird bei einer Neuauflage des Formats kein Problem mehr sein - 19 Uhr als Starttermin ginge beispielsweise auch. Für diese Zusage möchte ich mich an dieser Stelle schon einmal ganz herzlich bei den Kargls bedanken :).

Alles in allem: Die Idee zu diesem Format war goldrichtig. Und ich hab Bock, das noch ein paar Mal zu machen.

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