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Montag, 20. März 2017

Cigars of the week: Alec Bradley Coyol | Robusto


Bekanntlich ist mein Ziel, sich einmal durch das Sortiment von Alec Bradley zu probieren. Hier scheint einfach alles zu stimmen: Mein Geschmack wird getroffen, die Verarbeitung ist super und auch vom Marketing versteht man bei den relativen Newcomern eine ganze Menge.

Diesmal also eine Zigarre, die Alain Rubin in der Manufaktur Raices Cubanes herstellen lässt. Man scheint hier sehr gute Erfahrungen gemacht zu haben, denn eben diese Manufaktur zeichnet sich auch verantwortliche für die Tempus und die Prensado. Welche Arbeit sie mit dieser Zigarre abgeliefert haben? Ich bin gespannt.




Hersteller: Alec Bradley
Herstellungsart: Totalemente a mano 
Format: Robusto
Einlage: Honduras, Nicaragua
Rauchdauer: 60 Min
Preis: 6,80 € / Stk  (Stand Januar 2017) 

Grundlegendes

Es ist ja immer spannend, zu erfahren, wie eine Zigarre zu ihrem Namen gekommen ist. Bei der Coyol landet man dann ganz schnell bei einem Baum, dem Acrocomia aculeata - einer Palme, die besonders in der Gegend von Honduras vorkommt, in der sich auch die Plantage befindet, auf der die Tabake für diese Zigarre angebaut werden. 

Alan Rubin jedenfalls fand Geschmack an den Tabaken dieser Plantage und entschied sich, eine entsprechende Zigarre ins Leben zu rufen. Die Coyol gibt es nun seit 2014 und aktuell ist sie in Deutschland in  sieben Formaten zu bekommen. Auch wenn Alec Bradley dafür bekannt ist, immer wieder durch besondere Formate aufzufallen, bei dieser Zigarre ist man bei den relativ herkömmlichen Formen geblieben - aus der Masse sticht einzig und allein die Petit Lancero ein wenig hervor.

Praxistest

Optisch wie auch haptisch erhält man bei der Coyol das, was man von Alec Bradley gewohnt ist: Eine qualitativ erstklassig verarbeitete Zigarre, die wunderbar in der Hand liegt. Erneut schafft der Hersteller es, mit einem wunderschönen Zigarrenring die richtigen Akzente zu setzen. Die Robusto erschien mir etwas fester gerollt, war aber keinesfalls knüppelhart. 

Im Trockenaroma standen mir die Gerüche von Leder und Erde in der Nase, bereits jetzt deutete sich eine untergründige Süße an. Der Kaltzug bestätigte meine Eindrücke, der Zugwiderstand war (die Robusto war wie immer angebohrt) für meinen Geschmack nahezu optimal. 

Die Zigarre hat die Flamme optimal aufgenommen, die ersten Züge waren eine Verwunderung für mich. Im Hinblick auf die Aromen kommt die Coyol sofort heraus, allerdings mit einer Note von Pfeffer, die ich absolut nicht erwartet hätte. Das alles hält die ersten zehn Züge an, dann schrumpft die Schärfe immer weiter zusammen, ist aber niemals vollends verschwunden. Währenddessen breiten sich die erdigen und ledrigen Aromen immer mehr aus, die Robusto entwickelt eine ähnlich hintergründige Süße, welche das Gesamtbild abrundet. Im zweiten Drittel erschmeckte ich dann einige zeit lang einige Röstaromen im Zusammenspiel mit Nuss, leider war dies nur eine kurze Impression. Im letzten Drittel nahm der Pfeffer wieder spürbar zu, sorgte aber nicht dafür, dass ich die Zigarre weglegen wollte. Will sagen: Er blieb die gesamte Zeit über in einem nicht nur erträglichen sondern geradezu angenehmen Bereich. Alles in allem eine eher mittelkräftige Zigarre. 

Im Hinblick auf den Abbrand weiß ich wenig Schlechtes zu berichten. Er war sicherlich nicht optimal, ein absoluter Schiefbrand stellte sich jedoch auch nicht ein. Die Asche war relativ fest und hatte graue Nuancen, ausgegangen ist mir die Coyol zu kleinem Zeitpunkt.

Fazit

Eine schöne Zigarre! Geschmacklich ein Erlebnis, wobei ich mir tatsächlich etwas mehr Rauchvolumen und Cremigkeit gewünscht hätte. Hier scheinen andere Zigarren aus dem Hause Alec Bradley eher punkten zu können. Dennoch: Es handelt sich keinesfalls um eine schlechte Zigarre und es sieht wohl alles danach aus, als würde ich mir nach Ablauf meines Tests aller Serien einige Coyols in den Humidor legen. 


Wertung: 7/10

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