Cigars of the week: Flor de Copan | Corona


Heute mal ein Topseller, wie mir mehrere Händler unabhängig voneinander bestätigten. Während man diese Zigarren in den USA kaum kennt, erfreut Flor de Copan sich gerade in Deutschland einer großen Beliebtheit und einer regen Anhängerschaft.

Und auch wenn ich sie zwischenzeitlich etwas aus den Augen verloren hatte: Tatsächlich waren die ersten "echten" Zigarren, mit denen ich damals eingestiegen bin eben welche aus dem Hause Flor de Copan. Letztlich haben sie dafür gesorgt, dass ich mich heute mit Inbrunst dem Rauchen widme. Es muss also was am Ruf dran sein...


Kerndaten

Hersteller: Flor de Copan
Herstellungsart: Totalmente a mano 
Format: Corona
Einlage: Honduras, Nicaragua
Rauchdauer: 30 Min
Preis: 4,20 € / Stk  (Stand Januar 2017) 

Grundlegendes

Flor de Copan kommt in großer Vielfalt daher: Nicht, dass es gleich drei Serien gibt (Flor de Copan, Maduro und Linea Puros) sondern auch eine hohe Variantenvielfalt. So kommt die "herkömmliche" Serie beispielsweise mit unglaublichen 17 Varianten daher. Für jeden Geschmack sollte also etwas dabei sein, ganz egal, ob das Churchill-Format oder die Robusto bevorzugt wird. 

In mehreren Gesprächen sind mir die Zigarren aus diesem hause als perfekten Einsteigerzigarren empfohlen worden und da scheint auch etwas dran zu sein. Allgemein handelt es sich um relativ milde Stücke mit angenehmem Kaltgeruch und einem Preis, der nicht unbedingt abschreckt. Perfekte Voraussetzungen also. 


Praxistest

Der Zigarrenring macht die Flor de Copan durch die Vewendung von Weiß, Rot, Gold und Schwarz zu einer markanten Erscheinung. Hinzu kommt eine Wicklung aus Zedernholz, die jedes Format schützend umgibt. So erscheint eine Charakteristik, die dafür sorgt. dass die Zigarren ganz automatisch einen hohen Wiedererkennungswert haben . An der Verarbeitung gibt es nicht auszusetzen. Das Deckblatt ist relativ hell und hat eine angenehme Struktur, Verarbeitungsfehler sind mir bisher keine untergekommen. Optisch wie haptisch erhält man hier also etwas für sein Geld. 

Das Trockenaroma ist angenehm und mild, neben Noten von Leder, Holz und Süße lässt sich auch eine gewisse Cremigkeit erahnen. Im Kaltzug bestätigte sich dies, der Zugwiderstand war (wenig verwunderlich für eine Corona) optimal. 

Einmal angezündet, bestätigten sich die vorherigen Eindrücke. Die Flor de Copan bestach von Beginn an mit einer Mischung aus holzigen Aromen, die Zusammen mit leder und Süße einen angenehmen Cocktail ergaben. Der cremige rauch entwickelte das entsprechende Volumen, eine angenehme Süße stellte sich im Verlauf der Zigarre ein. Ab der Hälfte etwa gewinnt die Corona etwas an Kraft, jedoch keinesfalls so, dass es unangenehm wäre. Pfeffer jedenfalls trat zu keiner auf, was diese Zigarre wirklich angenehm für Einsteiger macht. 

Der Abbrand verlief gleichmäßig (und besser als bei manch anderen Zigarren aus höheren Preissegmenten), die Asche war relativ hell, kompakt und fest. Ein Nachfeuern war während der gesamten zeit nicht notwendig. 


Fazit

Ich mache es kurz: Für einen Einsteiger eine nahezu perfekte Zigarre. Aber nicht nur für ihn. Auch "alte Hasen" dürften durchaus ihre Freude an dieser Zigarre haben, gerade, wenn es um eher leichte bis milde Erfahrungen geht.  Und schön anzusehen sind diese Zigarren ja in jedem Fall - Warum also nicht einfach in den Humidor legen? 

Auch wenn sie niemals meine absoluten Favoriten sein werden, plane ich, immer eine Handvoll davon auf Lager zu haben. Sie sind einfach geradezu perfekt geeignet, um Neugierige eine Zigarre so zu präsentieren, dass ihr Interesse dauerhaft geweckt werden kann. 


Wertung: 7/10

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