Writing: NaNoWriMo 2016 - ein Zwischenbericht


Wie jedes Jahr im grauen und trüben November findet auch 2016 der National Novel Writing Month (NaNoWriMo) statt. In diesem Jahr eine Premiere für mich, denn gleichwohl ich nun schon seit zwei Jahren veröffentliche, habe ich noch nie an diesem sehr ambitionierten Projekt teilgenommen.

Und wie der Zufall es so wollte: Da eh gerade für den Papierverzierer-Verlag ein Projekt anstand, dass die Kollegin Karschnick und ich gemeinsam angehen wollten, machten wir uns in der letzten Oktoberwoche an die Planung und beschlossen, das Projekt (welches übrigens unter #Trümmerwelten firmiert) im Rahmen des NaNoWriMo aus dem Boden zu stampfen.




Ich muss schon sagen, dass der Verlag ein bemerkenswertes Gespür an den Tag legte, als er die Kollegin und mich zusammenbrachte. Denn wir merkten schnell, dass wir uns in unseren Arbeits- und Betrachtungsweisen zum Schreiben sehr ähnelten. Vor allem aber haben wir einen miteinander vergleichbaren Output, was dem ganzen Projekt enorm entgegenkommt.

Die "Regeln" des NaNoWriMo sind denkbar einfach: Zwischen dem 1. und dem 30. November eines Jahres soll eine Novelle mit 50.000 Worten entstehen. Will man das gesetzte Ziel erreichen, bedeutet das also, dass man täglich 1667 Wort zu Papier bringen muss. Den NaNoWriMo gibt es jetzt schon seit einigen Jahren und so sind relativ lebreiche Communities enstanden, die sich auf unterschiedlichen Plattformen gegenseitig motivieren und unterstützen.

Und was soll ich sagen? Bekanntlich habe ich eh einen recht hohen Output (so hoch, dass man mir bereits den Beinamen "Schreibmaschine" gab), aber so richtig im Blick hatte ich das alles nie. Das schöne (und komfortable) an der diesjährigen Veranstaltung ist für mich daher die umfangreiche Statistik, die sich ganz automatisch ergibt. Man hält automatisch fest, wie viel man täglich auf das virtuelle Papier gebracht hat und das kann dann schon einen ziemlichen Sog entwickeln. Wenn man also nur noch knapp vor den 10.000 Worten steht und das weiß, dann kann einen der Ehrgeiz ganz besonders packen.

#Trümmerwelten jedenfalls entsteht im Duett mit der lieben Kollegin und ich muss an dieser Stelle hervorheben, dass ich bisher noch nie so gut mit jemandem zusammengearbeitet habe. Wir schreiben die Geschichte aus der Sicht zweier Protagonisten, wechseln uns also mit den Kapiteln ab und schreiben "Hand in Hand". Es läuft wie ein Uhrwerk. Wie ein gut geschmiertes Uhrwerk. Für mich eine großartige Erfahrung!

So, wie es im Moment aussieht, werden wir unser Projekt einige tage vor Ende des NaNoWriMo zu einem positiven Abschluss bringen können und wir scherzen schon, was wir dann mit dem Rest der Zeit anstellen. Aber wie immer: So viele Projekte, so viele Möglichkeiten ...

Im Fazit möchte ich bisher sagen: Der NaNoWriMo ist großartig und ich plane, auch in den nächsten Jahren daran teilzunehmen! :)      


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