Cigars of the week: Casa de Nicaragua | Robusto


Die Casa de Nicaragua schaffte es recht schnell, mein Herz zu erobern. Die Vielfalt an Formaten, das angenehme Aroma und nicht zuletzt der Preis waren für mich Gründe genug, diese Zigarren zu meinem Standards zu machen.

Heute möchte ich euch aus der Produktreihe die Robusto vorstellen.




Kerndaten

Hersteller: Villiger 
Herstellungsart: Totalmente a mano 
Format: Robusto 
Einlage: Nicaragua
Rauchdauer: 45 Min
Preis: 2,10 € / Stk  (Stand November 2016) 

Grundlegendes

"Eine gute Zigarre hat ihren Preis" - mit dieser Aussage bin ich ganz am Anfang der Leidenschaft immer wieder konfrontiert worden. und sind wir ehrlich: Das höre ich immer wieder, auch heute noch. So war ich also skeptisch, als der Händler meines Vertrauens mir einfach einmal diese Zigarre empfahl. Bei einem Preis von damals zwei Euro war ich skeptisch, erwartete nicht viel - und wurde angenehm überrascht. 

Mit der Casa de Nicaragua ist der Beweis angetreten, das Rauchgenuss nicht teuer sein muss. natürlich können sich die optisch recht schlichten Zigarren nicht mit hochpreisigen Produkten messen - aber hier bekommt man etwas für sein Geld. 


Praxistest

Die Zigarren dieser Marke kommen mit einem ordentlichen und für das Herkunftsland üblichen Aroma daher. Nicaragua ist bekanntlich ja schon lange kein Geheimtipp unter Zigarrenliebhabern mehr und hat sich mittlerweile zu meinem absoluten Favoriten gemustert. Wieder einmal gilt: Im Hinblick auf den Preis bekommt man ein würziges Trockenaroma, kann die Noten von Creme; Kaffee und Schokolade  schon erahnen. Der Trockenzug ist angenehm. 

Die Verarbeitung muss sich nicht verstecken, ich habe bereits weit teurere Zigarren mit schlechterer Qualität geraucht. Was man allerdings nicht vergessen darf: Es handelt sich bei den Casa de Nicaragua  um Massenware, üblicherweise im 10er-Gebinde zu bekommen.Es kann durchaus vorkommen, dass eine von zehn Zigarren dabei offensichtliche Verarbeitungsfehler hat, die bisher aber nur optischer Natur. ich zumindest konnte keinen großen Unterschied ausmachen. 

Einmal angezündet, dauert es etwa zehn Züge, bis die Zigarre zu arbeiten beginnt. Dann aber entfaltet sich ein vor allem cremiges Aroma, dass die Casa de Nicaragua zu einem angenehmen Genuss macht. Der Abbrand ist nicht immer ganz gerade, aber auch hier zählt für mich das finanzielle Argument. Bei etwa zwei Euro Stückpreis ist das gut zu verkraften. nachfeuern jedenfalls muss ich in den seltensten Fällen.  

Während das erste Drittel der Zigarre also braucht, um warm zu werden, entwickelt sich die Vielfalt der Zigarre im zweiten Drittel - dann aber mit Wucht. Im dritten Drittel dauert es nicht lange, bis die Zigarre an Schärfe gewinnt. Es ist, die angemessene Geschwindigkeit vorausgesetzt, durchaus möglich, bis zum letzten Viertel zu rauchen, spätestens dann aber sollte man das gute Stück zur Seite legen und in Würde sterben lassen. 

Fazit

Die Robustos haben relativ schnell einen Platz in meinem Herzen erobern können. Aktuell sind es meine "Tageszigarren", also jene Stumpen, die ich gut und gerne Abends, während des Schreibens, anzünde und genieße. Von mir an dieser Stelle also eine Empfehlung, zehn davon habe ich meistens im Humidor eingelagert. 

Wertung: 7/10



Kommentare